Gesundheitszentrum Allgäu Winter

Ernährung, Fasten und die Psyche


– wenn Verzicht heilsam ist

Wer fastet, verzichtet bewusst auf etwas ganz Selbstverständliches: Essen. Obwohl die traditionelle Form ihren Ursprung in verschiedenen Kulturen und Religionen hat, wird das Fasten bis heute immer wieder als trendige Maßnahme zum Abnehmen gefeiert. Dabei geht es beim Fasten in erster Linie nicht um eine Gewichtsreduktion auf Modelmaße, sondern um die vielen gesundheitlichen Vorteile und positiven Effekte auf den Körper. Studien belegen: Neben einer Entschlackung und Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes wirkt das Fasten auch bei entzündlichen Erkrankungen und Gelenkproblemen.

Fasten und heilen – das ist das Motto. Doch nicht nur auf körperlicher Ebene, denn das Fasten hat auch positive Auswirkungen auf unsere Psyche. Wie das geht? Lesen Sie weiter!

Serotonin – das Glückshormon

Zunächst ein kleiner Exkurs in unser Gehirn: Hier spielt der Botenstoff Serotonin eine sehr wichtige Rolle für unsere Stimmung und die Psyche. Das sogenannte „Glückhormon“ wirkt stimmungsaufhellend und sorgt für weniger Stress. Ein Mangel wird deshalb auch mit der Entstehung von Depression in Zusammenhang gebracht. Ebenso kann der Schlaf durch einen Serotoninmangel negativ beeinflusst werden und fördert das Entstehen von Migräne. Diesen Mangel zu beheben und den Serotoninspiegel zu erhöhen kann uns also dabei helfen, unsere Psyche zurück ins Gleichgewicht zu bringen.

Fasten und die Wirkung auf die Psyche

Doch was hat das althergebrachte Fasten nun mit Serotonin und unserer Psyche zu tun? Eine ganze Menge! Fest steht: Die psychischen Effekte des Fastens sind beeindruckend. Das Fasten wirkt wie ein heilsamer Schock auf den Körper – alles wird auf den Kopf gestellt und verschiedene biochemische Reaktionen werden ausgelöst. Fehlt der Essens-Nachschub, reagiert unser Organismus schnell mit einer hormonellen Umstellung. Wissenschaftlern ist schon lange klar, dass selbst kurze Fasten-Intervalle zu einer gesteigerten Serotoninfreisetzung führen. Das sorgt für besseren Schlaf, mehr Ausgeglichenheit und Glücksgefühle. Auch fehlende Motivation und Konzentration sind kein Thema mehr, von Stress ganz zu schweigen ;)

Neben einer höheren Ausschüttung des Glückshormons wird gleichzeitig die Wiederaufnahme des Serotonins gehemmt und es bleibt so länger im Gehirn bestehen. Ein ganz natürliches Antidepressivum.  

Übrigens: Diese verbesserte Stimmung wird oft auch als Fasten-High bezeichnet. Das euphorische Gefühl sorgt dafür, dass wir unseren Körper viel bewusster wahrnehmen. Durchhalten lohnt sich also!

Unsere Fasten-Tipps zum Schluss
 

  • Positiv sein: Gerade zu Beginn der Fastenkur kann die Stimmung aufgrund des Hungergefühls ganz schnell in den Keller fallen. Jetzt heißt es, positiv an die persönlichen Fasten-Ziele denken (Gesund werden, Gewicht reduzieren). Eigenmotivation lautet die Devise.
  • Zeit nutzen: Nutzen Sie die Zeit der Fastenkur – denn ohne Kochen und Essen bleibt Ihnen viel Zeit für ein gutes Buch, Freundschaften und natürlich die Rückbesinnung auf den eigenen Körper.
  • Mit Verlockungen und Hunger umgehen: Viel trinken (Wasser und Tee) hilft bei Hungergefühlen. Nehmen Sie besser schnell ein zuckerfreies Kaugummi, bevor Sie zu den leckeren Weihnachtskeksen greifen.
  • Austauschen: Freunde und Gleichgesinnte helfen über schlechte Momente hinweg. Denken Sie daran: Es wird immer leichter!
     

Lust auf mehr? Im Health&View Gesundheitszentrum bieten wir Ihnen verschiedene Fasten-Angebote zur Reinigung und Regeneration. Natürlich immer in einem positiven Austausch mit vielen Gleichgesinnten. Besuchen Sie uns!

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