Gesundheitszentrum Allgäu Winter

Regulationsmedizin im Gesundheitszentrum

im Interview mit Dr. Susanne Neuy

Viele verschiedene Umweltfaktoren können unseren Körper in Schieflage bringen. Ungesundes Essen im Übermaß und Bewegungsmangel gehören dabei zu den wichtigsten Faktoren, die den Körper aus der Balance bringen und sogar schwere Erkrankungen nach sich ziehen können.

Doch wie erlangt man sein körperliches Gleichgewicht zurück? Hier kommt die Integrative Medizin bzw. Regulationsmedizin ins Spiel: Ziel ist es, neben der Heilung von bestehenden Krankheiten auch das Entstehen neuer Beschwerden zu verhindern.

Wie das funktioniert? Im Interview bringt Ihnen unsere Ärztin für Naturheilverfahren die Regulationsmedizin und ihre vielen Vorteile näher.

Liebe Frau Dr. Neuy, integrative Medizin bzw. Regulationsmedizin - was ist das eigentlich? Was verstehen Sie darunter?

Unter Integrativer Medizin versteht man die Kombination von Schulmedizin und Komplementärmedizin, wie den Naturheilverfahren. Bei der Regulationsmedizin werden nicht nur Symptome behandelt, sondern der Organismus in seiner Gesamtheit betrachtet und entsprechend behandelt. Es werden z.B. chronische Störfaktoren behoben und Impulse gesetzt, um die Eigenregulation, also die Selbstheilungskräfte des Körpers, zu unterstützen.

Stichwort Regulation: Was versteht man unter diesem Begriff?

Regulation ist die ständige und situative Anpassung aller Körperfunktionen durch das vegetative Nervensystem. Das vegetative Nervensystem besteht aus zwei Hauptnerven: Dem Sympathikus, der für Anspannung verantwortlich ist, und dem Parasympathikus, der für Entspannung und Regeneration sorgt. Befinden sich beide im Gleichgewicht, kann der Organismus optimal regulieren. Dadurch besitzt der Körper die Fähigkeit, sich selbst zu regenerieren und zu heilen.

Was bedeutet es, wenn dem Körper die Fähigkeit zur Regulation fehlt?

Die Regulation kann durch eine Reihe von Faktoren eingeschränkt oder blockiert sein. Falsche Ernährung und Bewegungsmangel gehören genauso dazu wie eine anhaltende Belastung oder auch chronische Entzündungen. Kann der Körper nicht mehr ausreichend regulieren, nehmen die Selbstheilungskräfte ab und Krankheiten sind die Folge.

Als Ärztin für Naturheilverfahren leisten Sie im Gesundheitszentrum wertvolle Arbeit. Wie unterscheidet sich ein Besuch bei Ihnen von dem beim Hausarzt?

Ich habe den großen Vorteil, dass ich mir für meine Patient/innen ausreichend Zeit nehmen kann. Auf der anderen Seite bringen die Patient/innen schon die nötige Motivation für die Behandlung mit. Gemeinsam finden wir die Ursachen, die den Organismus aus der Balance gebracht haben, und gehen die Schwachstellen gezielt an. Mit einer individuellen und ganzheitlichen Therapie können wir den bestmöglichen und nachhaltigen Kurerfolg erreichen und präventiv gegen neue Erkrankungen arbeiten.

Sie wenden nicht nur Naturheilverfahren an, sondern sind auch Humanmedizinerin – das Beste aus zwei Welten für den Patienten?

Bei akuten Erkrankungen ist es meist unverzichtbar, schulmedizinisch zu behandeln. Dagegen stoßen wir bei chronischen Erkrankungen immer wieder an Grenzen. Hierbei können Naturheilverfahren häufig erfolgreich eingesetzt werden. Einen hohen Stellenwert haben sie insbesondere in der Gesundheitsvorsorge.
Häufig können sogar Medikamente eingespart oder ganz abgesetzt, Nebenwirkungen reduziert bzw. vermieden werden.

Allergien, Rheuma, Stress und chronische Krankheiten – können solche Probleme mithilfe von Regulationsmedizin behandelt werden?

Der Körper ist lange in der Lage, sich selbst gut zu regulieren, auch wenn Belastungen vorliegen. Bei chronischen Erkrankungen läuft bildlich gesehen das Fass über. Unsere Aufgabe ist es nun, den Grund der Belastungen zu ergründen, die dazu geführt haben und somit das „Fass zu leeren“. So verhält es sich übrigens auch bei Stress: Durch Impulse zur Lebensstiländerung wie Ernährungsumstellung, Bewegung, Entspannung und mentale Achtsamkeit werden die inneren Ressourcen

Bei Kritikern werden Naturheilverfahren oft als Behandlungsmethoden betrachtet, die wissenschaftlich nicht erwiesen sind. Wie stehen Sie dazu?

Viele Naturheilverfahren sind inzwischen wissenschaftlich anerkannt. Bei einigen Therapien wissen wir aus der Erfahrung um die positiven Effekte und immer mehr Therapien werden erforscht und anschließend die Wirksamkeit nachgewiesen. So konnte inzwischen z.B. durch eine Studie die Wirksamkeit der Schrothkur bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 nachgewiesen werden.

Welche Verfahren wenden Sie in Ihrer Praxis im Health&View Gesundheitszentrum an?

Wir bieten verschiedene medizinische Schwerpunkte im Gesundheitszentrum an. Den Kern bilden aber das Naturheilverfahren nach Johann Schroth sowie weitere Regulationstherapien, zum Beispiel die Neuraltherapie nach Huneke, Außerdem biete ich Mikronährstofftherapie, Bioresonanztherapie und NanoVi-Inhalation zur Aktivierung der Zellaktivität an.

Frau Dr. Neuy, vielen Dank für dieses Gespräch!
  

Im Gesundheitszentrum bieten wir Ihnen verschiedene medizinische Angebote und Therapien an.

Sie haben weitere Fragen oder Interesse an unseren Angeboten?
Dann sprechen Sie uns an!

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